Reisen

Reisebericht: Charleston SC

17. August 2017

Ich hoffe unser, nein, mein Reisebericht hilft euch bei deinem nächsten Amerikabesuch.

Bevor ich ich näher auf unsere Aktivitäten in Charleston eingehe, erst eine Erklärung zur ganzen Reise. Wir hatten 18Tage zur Verfügung. Start: Atlanta, Georgia, letzter Halt: Miami. Mit einem 15jährigen Sohn ist man an die Sommerferien gebunden, deswegen die Reise im August. Wir sind weniger Shopping-Interessiert, was nicht heißt, dass ich mir gerne hübsche Anziehsachen kaufe oder mal ein Dekoteilchen für die Wohnung oder Backutensilien.(dazu später mehr). Auf der ganzen Reise haben wir Mittelklasse-Hotels gewählt, ohne irgendwelche Empfehlungen.

Wir haben uns ein paar Spots vorab herausgesucht, jedoch sind wir nicht abgeneigt, unsere Pläne kurzfristig zu ändern, da ja Teenager und Eltern andere Ansichtsweisen von Urlaub haben. Wobei unser Sohn sehr an Geschichte und Politik  interessiert ist. Uff.

Unsere Freunde sind mit ihrer Tochter mit uns unterwegs, vorab wurde abgesprochen, dass wir ggf. nicht alle Aktivitäten gemeinsam gestalten.

Unterkunft: Hyatt House Hotel, direkt im historischen Teil von Charleston. Sehr praktisch.

Wetter: 32-35°C, 92%Luftfeuchtigkeit.

Leute(hier sagt man Folks), zieht euch luftig an.

Zwei Tage hatten wir zur Verfügung und wir sind sehr zufrieden mit unserem Programm:

Historischen Stadtteil per Fahrrad erkunden, eine Plantage besuchen und etwas Shopping.

Ein Fahhradverleih befindet sich z.B. Auf der King’s Street, die Haupteinkaufsstraße. Von dort sind wir zu den White Point Gardens geradelt, dort treffen sich die beiden Flüsse Ashley und Cooper River, die das historische Viertel von Charleston umranden. Auf den Weg dorthin sind wir an den Häusern *Rainbow Row* vorbeigeradelt.

Mietpreis 24Std. Pro Bike 25Dollar plus Steuern oder  3Std 15Dollar plus Steuern.

Diese 14 Häuser , die in Eisfarben angestrichen sind, sind hier eine Sehenswürdigkeit. Bildet euch selbst eine Meinung, aber bunte Häuser gibt es bei uns in Europa dörferweise und meiner Meinung nach sind die tollen alten Häuser im Südstatenstil entlang des Flusses sehenswerter! Grins…trotzdem hat die Mamarazzi ein Foto geschossen!

Übrigens, alle Fotos wurden nur mit dem Mobiltelefon geschossen, Filter höchstens aus dem Instagram-Modus.

Weiter gehts vorbei an Statuen zum Old City Jail, welches wir uns nur von aussen angeschaut haben, was aber schon beeindruckend war. Hier werden auch Touren angeboten, die vorab gebucht werden können.Die Hitze macht durstig und Fahrradfahren sowieso. Wir hatten nicht genügend Wasser mit, obwohl wir einen kleinen Vorrat mit hatten…der Rest war im Hotel. Toll!

Die Hitze ist echt schwer auszuhalten und wir haben uns gewundert, dass auch an dieser Sehenswürdigkeit kein Café zum Einkehren war. Schnell ein Foto von der Arthur Ravenel Jr. Bridge und wieder ab in den Schatten.

Ein Foto sagt mehr als tausend Worte!

Well, die Strecke zurück zur Kings Street ist jetzt nicht unendlich lang…aber….es ist sooooo heiß hier und im Schneckentempo ging es zurück. Wir träumten davon, welches Haus wir gerne kaufen würden, es steht hier echt viel frei. Die Häuser mit den typischen Verandas und Säulen am Eingang mit Schaukelstuhl und Ventilator: Das ist charmant, das hat was!

Diese evangelische Kirche konnte ihre Fenster in der Front hinter dem Altar im Originalzustand trotz aller Widrigkeiten über die Jahre behalten. Ein kurzer Stopp in der kühlen Kirche war angenehm und die nette Dame, die anwesend war, um Infos zu geben, hat sich über den Besuch aus Deutschland gefreut.

Danach ging es ab in eine der vielen Eisdielen. Kugeln sind hier keine Kugeln, sondern Portionen und sie liegen bei 5-6$. Oooops! Das ist doch nur Eis?  Gut ist aber: Man darf probieren und das bewahrt einen echt vor ungewollten Geschmachkserlebnissen und Enttäuschungen.

Der Zuckerpegel ist bekannterweise extrem hoch und auch ein Eis ist eher was Süßes, als eine Erfrischung, wenn es nicht gerade ein Zitronensorbet ist.

Wer noch nie in Amerika war sollte sich hier und in Florida in den Hotels und Cafés auf Plastikgeschirr und Pappbecher gefasst machen. Nur zur Info. Es kann passieren, dass man im nett aussehenden Café Pappbecher anstatt GEschirr bekommt, wenn man es nicht explizit erwähnt, dann man im Café bleibt.

Ich hasse Plastikteller und Pappbecher und wenn sie noch so gut aussehen. Es ist echt viel Müll undPlastikgeschirr, welches in die Spülmaschine kommt…wir Frauen wissen, wie das aussieht!

Kommen wir aber wieder zu den schönen Seiten: Man verhungert nicht. Im Gegenteil, es gibt so viele nette kleine Restaurants und Bars, dass es schwer fällt, sich zu entscheiden. Wir haben uns am ersten Tag für das  Smoke BBQ entschieden(wir waren am Tag vorher beim Flanieren darauf aufmerksam geworden).

Das Essen war hier so schmackhaft und die Bedienung witzig und nett. Ich würde am liebsten noch eine Portion Pulled Porc mit Salat essen, aber hey…Wir wollen noch ein anderes Restaurant ausprobieren und Pizza steht noch auf dem Plan. Moderate Preise.

Historic Charleston bietet also was für’s Auge und für den Magen. Shopping ist möglich, kleine nette Boutiquen sind ausreichend vorhanden, es reicht an Shops um den Geldbeutel zu schmälern. Ein netter Stadtteil.

Tag 2:

Da wir noch etliche Meilen in den Nächten 15 TAgen vor uns hatten, haben wir uns für eine Plantage in der Nähe entschieden. Das Los fiel auf die Boone Hall Plantage, in der Nähe sind aber auch Magnolia und Mc Leods Plantage. Alle drei sind vom Historischen Viertel aus immerhin einer halben Stunde Autofahrt zu erreichen und ich wette, alle drei sind gleich schön.

Es lohnt sich schon früh morgens zu starten…ich erwähnte bereits die Hitze? Also wieder an Wasser, Kopfbedeckung und leichte Kleidung denken.

Mückenspray wird ja völlig überbewertet. Nach zahlreichen Einnebelungsversuchen mit DEET haltigen Sprays haben wir nur einen Lungenschaden(SCHERZ!)…aber trotzdem zahlreiche Mückenstiche. Die jucken fürchterlich!

 

Boone Hall Plantation Charleston

Boone Hall Plantation Charleston

 

Boone Hall Plantation Charleston

Eintritt und Parkgebühren liegen bei 17$ pro Person. Es werden verschiedene Touren angeboten, die inclusive sind. Die Tour durch das Haupthaus beschränkt sich auf die Bibliothek und das Esszimmer, sowie die Loggia. Das obere Stockwerk ist privat bewohnt. Und wenn man das vorher nicht weiß, dann ist das eine kleine Enttäuschung.

Ja, genau…das ist das Haus aus den Filmen Fackeln im Sturm.

Die Plantage ist riesig und die Haustour, sowie die Planwagenfahrt rund ums Anwesen sind informativ und ausreichend. Dauer jeweils eine halbe Stunde. Die Guides erklären witzig und kurzweilig.

Die gut erhaltenen Häuser der Sklaven lassen nur erahnen, wie die Zeiten damals waren.

Einen Penny für die Gedanken der …ich schreibe das jetzt extra so… weißen und schwarzen Besucher dieser Plantage. Gemeinsam erkundet man das Gelände und ich wette jeder wurde etwas nachdenklich.

Fazit: Ein Besuch einer Plantage ist sehr zu empfehlen. Auch unsere Teenager fanden diese Tour toll. Ja, prima!

Anschliessend haben wir das Tanger Outlet in Charleston besucht. Groß genug um nochmal 2-3 Stunden in Geschäften zu verbringen. Das Outlet ist  ringförmig mit einzelnen Häusern  gestaltet(keine Mall), aber es gibt genügend Schatten und Sitzmöglichkeiten.

Wie schon geschrieben, wir sind zu sechst unterwegs mit zwei Teenagern.

Somit war dann heute Pizza angesagt, wobei ich auch voll den Zahn auf Pizza hatte😁. Und so machten wir und nach der ERfrischuing im Hotel zu Fuß auf den Weg, wohlwissend, dass es über 8 Pizzerien im Viertel gab. An einer Kreuzung kam ein Kellner aus einer Bar und fragte uns und sich, ob wir etwas verloren wären.

Wir bejahten mit der Auskunft nach Pizza. Und so erklärte er uns, wo es Pizza gab, entweder chic im italienischen Restaurant oder Casual.  Er empfahl das lockere MOD. Das war weine gute Empfehlung.  Die Pizza konnte man nach Gusto kreieren, sie war super schmackhaft und zufrieden sind wir im Trockengewitter zurück zum Hotel gelaufen….

Der Nächte Bericht ist über Atlanta…See you soon!

 

 

 

3 Comments

  1. Sabine Schäfer

    17. August 2017 at 15:54

    Liebe Jenni,WOW, supertoll!Die Fotos,Dein Text,das Feeling,das Du rücerbringst!!!WOW!1991 haben mein Mann und ich in Aiken,SC geheiratet,bei einer süßen älteren Dame und mein Onkel und seine Frau als Trauzeugen!Am nächst en Tag mussten wir die Urkunde in Charleston bestätigen lassen…,ja eine schöne Stadt!!Onkel und ‚Tante leben heute nicht mehr.War damals eine tolle Reise!…Schreib Du immer weiter über Deine Eindrücke…ich reise mit…still und leise!!Danke.GLG MSBine

  2. Miri D

    17. August 2017 at 23:05

    Oh, ich bekomme gerade ganz extremes Fernweh … oder doch eher eine Art Heimweh. Ich war als Austauschschülerin ein Jahr in der Nähe von Charleston. An den Wochenenden haben wir häufig Ausflüge nach Charleston unternommen: zu den Forts, in den Historischen Stadtkern, an den Strand, zum Shoppen oder zu einer der Plantagen. Sogar ein Kleid wie bei Fackeln im Sturm hatte ich. Bei einem Southern Belle Schönheitswettbewerb habe ich damit den dritten Platz belegt. Danke für den kleinen virtuellen Ausflug.

    Kreative Grüße,
    Miri D

  3. Beate

    21. August 2017 at 15:25

    liebe Jenny, viel Spass noch in den USA und Grüsse mir den Strand von Miami Beach…hab Fernweh liebe Grüsse Beate aus dem Heidiland

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